Asteroidengürtel und Mond

| Asteroiden | Erde |
Durchmesser (in km) | Unter 1000 km | 12.700 km |
Entfernung zur Sonne | Ca 330 Mio bis 550 Mio km ≙ 2,2 bis 3,4 AE | ca.150 Mio km ≙ 1 AE |
Anzahl Monde | Nicht anwendbar | 1 |
Zeit die das Licht von der Sonne braucht | 17 min bis 25 min | 8 min, 20 sec
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Temperaturbereich an der Oberfläche | - 200 – -106 °C | -90 - +60 °C |
Zusammensetzung der möglichen Atmosphäre | Nicht merklich vorhanden | 78 % Stickstoff 21 % Sauerstoff 1 % Edelgase 0,042 % CO2 |
Anziehungskraft | gering | 9,81 m/s² |
Asteroidengürtel
Der Asteroidengürtel oder Planetoidengürtel ist ein sehr schmales Band, gelegen zwischen Mars und Jupiter. Dabei sind die kleinen, staubgroßen bis zu 964 km durchmessenden unförmigen Asteroiden und Meteoroiden sehr gleichmäßig verteilt in der gesamten elliptischen Bahn.
Schon 1596 schrieb Johannes Keppler, ein berühmter Astronom, dass er einen Planeten zwischen Mars und Jupiter vermutet. Die erste Entdeckung des wohl größten Asteroiden war mit (1) Ceres (964 km Durchmesser) im Jahr 1801 durch den Italiener Giuseppe Piazzi, ein Priester, Mathematiker und Astronom. Die Laufbahn wurde durch Carl Friedrich Gauß berechnet und bestätigt.
Dieser Zwergplanet wurde zunächst, wie die später entdeckten Asteroiden (2) Pallas 1802, (3) Juno 1804, (4) Vesta 1807 und später (5) Astraea 1845 als vollwertige Planeten gezählt. Damit wurde der Planet Neptun als 13. Planet geführt. Erst durch Vorschlag des Gelehrten Alexander von Humboldt wurde die Planetenzahl begrenzt und in Kleinplaneten sowie Asteroiden umbenannt.
Bis zum Jahr 1890 waren schon 300 Asteroiden in dem Band entdeckt, heutzutage über 900.000 einzelne Eisklumpen, Staubhaufen oder Steinansammlungen. Berechnet wird die Menge auf knapp 2 Millionen.
Lange Zeit nahm man auch an, dass diese Geröllhaufen einst ein Planet war – oder dieser sich noch bilden würde. Dieser wurde schon Phaeton genannt. Diese Theorie wurde aber widerlegt.
Heutzutage geht man davon aus, dass sich durch die große Schwerkraft des Jupiter hier nie ein Planet bilden konnte, vielmehr noch weitere Asteroiden von außerhalb eingefangen wurden.
Auch wenn der Asteroidengürtel früher sehr einzigartig klang, es gibt zwischen anderen Planeten ebenfalls solche Trümmerringe und Gürtel. Auch der Kuipergürtel in der Entfernung von Pluto ist im Grunde ein solcher Asteroidengürtel.
Zur Unterscheidung: Wir sind umgeben von Asteroiden, Meteoriden und Kometen.
Asteroiden und Meteoriden bestehen aus Staub und Geröll. Asteroiden sind 10m bis 100km groß, Meteoriden sind kleiner als 10m bis zu wenigen Millimeter. Meteor oder Meteorit werden sie erst bei Eintritt in die Erdatmosphäre genannt.
Kometen dagegen bestehen aus Geröll, Staub und Wasser. Deswegen weisen diese meist zwei Schweife auf wenn sie die Sonne passieren, nämlich Wasserdampf und verbrennendes Geröll.
Kindgerecht:
Es gibt zwischen Mars und Jupiter einen schmalen Streifen an Eis, Staub und Steinen. Diese Asteroiden sind zwar groß und mit Teleskop sichtbar, aber im Weltraum doch winzig.

Die Größe einiger der größeren Asteroiden im Vergleich zu dem Mond Charon oder dem Zwergplaneten Pluto.
Mond

| Mond | Erde |
Durchmesser (in km) | 3474 km | 12.700 km |
Entfernung zur Erde | 384.400 km | |
Zeit die das Licht vom Mond zur Erde braucht |
1,3 Sekunden | |
Temperaturbereich an der Oberfläche | -60 - +130 °C | -90 - +60 °C |
Zusammensetzung der möglichen Atmosphäre | 25 % Helium 25 % Neon 23 % Wasserstoff 20 % Argon | 78 % Stickstoff 21 % Sauerstoff 1 % Edelgase 0,042 % CO2 |
Anziehungskraft | 1,62 m/s² | 9,81 m/s² |
Mond
Unser Sonnensystem ist vor ca. 4,5 Mrd. Jahren entstanden. Etwa 4.500 Millionen Jahre nach dem Beginn seiner Entstehung ist der Proto-Planet Theia mit etwa der Größe des Mars streifend mit der Proto-Erde kollidiert. Dabei wurde viel Material sowohl von der Erde als auch von Theia in die Erdumlaufbahn geschleudert und hat dort in einer Höhe von 20.000 bis 30.000 km (von der Erde) unseren Mond gebildet. Heute ist er mit 384.400 km etwa 20-mal so weit von der Erde entfernt und bewegt sich mit ca. 4 cm pro Jahr weiter von uns weg. Überreste von Theia befinden sich heute tief im Inneren der Erde.
Der Einfluss des Mondes auf die Erde zeigt sich auf vielfältige Weise. Mit seiner Gravitation ist er verantwortlich für die Gezeiten der Meere, die sich an den Küsten durch Ebbe und Flut bemerkbar machen. Viele Tierarten haben ihre Lebensweise an die wechselnden Mondphasen angepasst.
Ohne den Mond wäre auf der Erde wohl kein Leben entstanden.
Ein Umlauf um die Erde dauert 27 Tage, 7 Stunden und 43,7 Minuten. Erde und Mond umkreisen einen gemeinsamen Schwerpunkt, der ca. 2.000 km unter der Erdoberfläche liegt. Der Mond dreht sich einmal um seine eigene Achse, während er sich einmal um die Erde dreht. Darum ist immer dieselbe Seite der Erde zugewandt.
Gemessen am Verhältnis zum Mutterplaneten ist der Trabant der Erde der größte Mond im Sonnensystem (27,25 % des Durchmessers, 1,23 % der Masse). Insgesamt haben alle Planeten zusammen heute über 400 bekannte Monde.
Die inneren Planeten Merkur und Venus sowie der Zwergplanet Ceres verfügen nicht über Monde.
Der Mars hat mit seinen beiden Trabanten Phobos und Deimos eher kleinere und auch unförmigere Begleiter. Bei den äußeren Planeten verfügt der Jupiter über 97 Monde die bisher bekannt sind, darunter die vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Ganymed ist mit ca. 5262 km der größte Trabant im Sonnensystem.
Beim Saturn wurden bisher 274 Monde dokumentiert, wovon Titan mit ca. 5150 km Durchmesser der zweitgrößte des Sonnensystems ist. Und mit seiner Stickstoffschicht und Auftreten von Flüssigkeiten ist er der erdähnlichste bisher bekannte Mond. Natürlich sind hier herausragend die Ringe, die in unterschiedlichen Entfernungen wie dünne Schichten aus Eis und Gestein um den Planeten schweben.
Der äußere Planeten Uranus wurde durch seinen Entdecker Wilhelm Herschel mit Mondnamen aus den Stücken von William Shakespeare benannt, und dabei wurde weitgehend geblieben.
Der Planet Neptun hingegen wurde wieder auf die römische Götterwelt zurück gegriffen. Hier sind bisher 16 Monde bekannt sowie einige Ringsysteme.
Nach dem Mond sind alle als Monde benannt. Zur Unterscheidung wurde versucht, den Erdmond als „Luna“ zu benennen. Dies hat sich bisher nicht wirklich durchgesetzt.
Stand 2026 ist der Mond der einzige Himmelskörper außerhalb der Erde, auf dem Menschen waren.
Im Rahmen des Apollo-Programms der Amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA betraten zwischen 1969 und 1972 insgesamt 12 Astronauten den Mond; mit Apollo 11 war am 20.07.1969 Neil Armstrong der Erste.
Kindgerecht:
Vor langer Zeit, als die Erde noch ganz jung war, wurde sie von einem Planeten getroffen. Dieser Planet war etwa so groß wie der Mars. Dabei wurden Trümmerteile beider Planeten ins All geschleudert. In der Umlaufbahn der Erde haben sich diese Trümmerteile dann allmählich zu unserem Mond geballt.
Ohne den Mond hätte sich das Leben auf der Erde ganz anders entwickelt und uns Menschen würde es nicht geben. Das Leben auf der Erde hat sich an den Einfluss des Mondes angepasst.
Warst Du schon mal an der Nordsee und hast Dich gewundert, warum sich das Wasser immer wieder von der Küste zurückzieht und danach wiederkommt? Der Mond umkreist die Erde. Da, wo die Erde dem Mond zugewandt ist, wirkt die Anziehungskraft des Mondes. Er zieht das Wasser zu sich hin.
Leuchte im Dunkeln mit einer Taschenlampe einen Ball an. Wenn Du ihn von vorne anstrahlst, siehst Du den ganzen Ball. Hälst Du die Taschenlampe seitlich, siehst Du nur einen Teil des Balles.
Leuchtet jemand von hinten, liegt der Ball aus Deiner Sicht im Dunkeln. Beim Mond ist das genauso wie mit dem Ball, nur dass die Taschenlampe die Sonne ist. So entstehen die unterschiedlichen Ansichten des Mondes.