Mond
Unser Sonnensystem ist vor ca. 4,5 Mrd. Jahren entstanden. Etwa 4.500 Millionen Jahre nach dem Beginn seiner Entstehung ist der Proto-Planet Theia mit etwa der Größe des Mars streifend mit der Proto-Erde kollidiert. Dabei wurde viel Material sowohl von der Erde als auch von Theia in die Erdumlaufbahn geschleudert und hat dort in einer Höhe von 20.000 bis 30.000 km (von der Erde) unseren Mond gebildet. Heute ist er mit 384.400 km etwa 20-mal so weit von der Erde entfernt und bewegt sich mit ca. 4 cm pro Jahr weiter von uns weg. Überreste von Theia befinden sich heute tief im Inneren der Erde.
Der Einfluss des Mondes auf die Erde zeigt sich auf vielfältige Weise. Mit seiner Gravitation ist er verantwortlich für die Gezeiten der Meere, die sich an den Küsten durch Ebbe und Flut bemerkbar machen. Viele Tierarten haben ihre Lebensweise an die wechselnden Mondphasen angepasst.
Ohne den Mond wäre auf der Erde wohl kein Leben entstanden.
Ein Umlauf um die Erde dauert 27 Tage, 7 Stunden und 43,7 Minuten. Erde und Mond umkreisen einen gemeinsamen Schwerpunkt, der ca. 2.000 km unter der Erdoberfläche liegt. Der Mond dreht sich einmal um seine eigene Achse, während er sich einmal um die Erde dreht. Darum ist immer dieselbe Seite der Erde zugewandt.
Gemessen am Verhältnis zum Mutterplaneten ist der Trabant der Erde der größte Mond im Sonnensystem (27,25 % des Durchmessers, 1,23 % der Masse). Insgesamt haben alle Planeten zusammen heute über 400 bekannte Monde.
Die inneren Planeten Merkur und Venus sowie der Zwergplanet Ceres verfügen nicht über Monde.
Der Mars hat mit seinen beiden Trabanten Phobos und Deimos eher kleinere und auch unförmigere Begleiter. Bei den äußeren Planeten verfügt der Jupiter über 97 Monde die bisher bekannt sind, darunter die vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Ganymed ist mit ca. 5262 km der größte Trabant im Sonnensystem.
Beim Saturn wurden bisher 274 Monde dokumentiert, wovon Titan mit ca. 5150 km Durchmesser der zweitgrößte des Sonnensystems ist. Und mit seiner Stickstoffschicht und Auftreten von Flüssigkeiten ist er der erdähnlichste bisher bekannte Mond. Natürlich sind hier herausragend die Ringe, die in unterschiedlichen Entfernungen wie dünne Schichten aus Eis und Gestein um den Planeten schweben.
Der äußere Planeten Uranus wurde durch seinen Entdecker Wilhelm Herschel mit Mondnamen aus den Stücken von William Shakespeare benannt, und dabei wurde weitgehend geblieben.
Der Planet Neptun hingegen wurde wieder auf die römische Götterwelt zurück gegriffen. Hier sind bisher 16 Monde bekannt sowie einige Ringsysteme.
Nach dem Mond sind alle als Monde benannt. Zur Unterscheidung wurde versucht, den Erdmond als „Luna“ zu benennen. Dies hat sich bisher nicht wirklich durchgesetzt.
Stand 2026 ist der Mond der einzige Himmelskörper außerhalb der Erde, auf dem Menschen waren.
Im Rahmen des Apollo-Programms der Amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA betraten zwischen 1969 und 1972 insgesamt 12 Astronauten den Mond; mit Apollo 11 war am 20.07.1969 Neil Armstrong der Erste.
Kindgerecht:
Vor langer Zeit, als die Erde noch ganz jung war, wurde sie von einem Planeten getroffen. Dieser Planet war etwa so groß wie der Mars. Dabei wurden Trümmerteile beider Planeten ins All geschleudert. In der Umlaufbahn der Erde haben sich diese Trümmerteile dann allmählich zu unserem Mond geballt.
Ohne den Mond hätte sich das Leben auf der Erde ganz anders entwickelt und uns Menschen würde es nicht geben. Das Leben auf der Erde hat sich an den Einfluss des Mondes angepasst.
Warst Du schon mal an der Nordsee und hast Dich gewundert, warum sich das Wasser immer wieder von der Küste zurückzieht und danach wiederkommt? Der Mond umkreist die Erde. Da, wo die Erde dem Mond zugewandt ist, wirkt die Anziehungskraft des Mondes. Er zieht das Wasser zu sich hin.
Leuchte im Dunkeln mit einer Taschenlampe einen Ball an. Wenn Du ihn von vorne anstrahlst, siehst Du den ganzen Ball. Hälst Du die Taschenlampe seitlich, siehst Du nur einen Teil des Balles.
Leuchtet jemand von hinten, liegt der Ball aus Deiner Sicht im Dunkeln. Beim Mond ist das genauso wie mit dem Ball, nur dass die Taschenlampe die Sonne ist. So entstehen die unterschiedlichen Ansichten des Mondes.